Zyperngras (Cyperus alternifolius)

Das Zyperngras (Cyperus alternifolius) ist ein mehrjähriges grasartiges Sumpfgewächs mit langen Stielen, die in Schirmen aus spitzen Blättchen enden. Da das Zyperngras relativ anspruchslos ist und auch mit wenig Pflege prächtig gedeiht, ist es vor allem bei Menschen mit wenig Zeit und Erfahrung in punkto Zimmerpflanzen sehr beliebt.
In seinen Herkunftsländern Madagaskar, Mauritius und Ostafrika werden die Stiele des in einigen Ländern auch Schirmpflanze genannten Zyperngrases bis zu zwei Meter hoch. Die Pflanze ist mit den in Zentralafrika heimischen Papyrusstauden verwandt, deren Mark in der Antike zur Papiergewinnung diente. Auch Papyrus wurde in Griechenland und Italien als Zierpflanze gehalten, wegen seiner beträchtlichen Höhe von ca. drei Meter jedoch durch das wesentlich kleinere Zyperngras ersetzt. Es gibt über 600 Cyperus-Arten, doch hat sich die Sorte Cyperus alternifolius aufgrund ihrer attraktiven hellgrünen Blättchen und der geringen Höhe als Zimmerpflanze durchgesetzt.

Obwohl das Zyperngras eine Wasserpflanze ist, die oft in Aquarien und kleinen Teichen gehalten wird, kann man sie ohne großen Aufwand auch in Tontöpfen ziehen, die auf einem stets mit Wasser gefüllten Untersetzer stehen sollten. Denn Wasser benötigt diese Pflanze ständig, da sie ansonsten gelb wird und vertrocknet. Außer ausreichend Feuchtigkeit von unten liebt das Zyperngras Licht, Sonne und Wärme. An einem sonnigen, warmen Fensterplatz gedeiht die Pflanze am besten. Im Sommer hält sie sogar Temperaturen bis zu 30 ° und direkte Sonneneinstrahlung problemlos aus. Im Winter genügen ihr ca. 10 bis 15 °, wichtig ist jedoch, dass auch in dieser Jahreszeit täglich Wasser nachgegossen wird. Da sich das Zyperngras in heißen Sumpfgebieten am wohlsten fühlt, sollte man auf eine gewisse Luftfeuchtigkeit achten, um braune Blattspitzen zu vermeiden. Hier leistet eine Blumenspritze, mit der man das Gras je nach Raumtemperatur regelmäßig einsprühen sollte, gute Dienste. Während der Wachstumszeit ist das Zyperngras für einen Schuss Flüssigdünger alle vierzehn Tage dankbar. Im Frühjahr ist die beste Zeit, um die schnell wachsende Pflanze umzutopfen, wobei die einfachste Gartenerde völlig ausreichend ist. Wichtig ist, dass der Topf ausreichend groß ist, damit das Zyperngras genügend Wurzeln bilden und die übrige Pflanze versorgen kann. Da man das ganze Jahr über immer wieder abgestorbene Stiele abschneidet, ist das Umtopfen auch eine gute Gelegenheit, um die braunen Reste der Halme vorsichtig aus dem Wurzelballen zu ziehen.

Auch die Vermehrung des Zyperngrases ist kinderleicht: ist eine Pflanze sehr groß und füllig geworden, kann man beim jährlichen Umtopfen den Wurzelballen teilen. Je nach Größe der Pflanze sind mehrere Teilungen möglich, sie sollten jedoch nicht zu klein werden, da das Zyperngras zum Anwachsen ansonsten zu viel Kraft benötigt. Doch gibt es auch die Möglichkeit, das Zyperngras nach Bedarf, Lust und Laune zu vermehren. Man schneidet einen Halm ab und kürzt die Blätter um ca. die Hälfte ein. Hierzu eignen sich auch Stiele, deren Blätter altersbedingt oder durch vorübergehende Trockenheit braun geworden sind. Dann steckt man ihn kopfüber in ein Glas mit Wasser und nach kurzer Zeit bilden sich am Blattkranz kleine Wurzeln.
Das Zyperngras ist vielseitig einsetzbar: ob auf der Fensterbank, auf Balkon oder Terrasse oder im Aquarium - es dankt die geringe Pflege, die es benötigt mit unermüdlichem Wachstum. Bei Katzen ist allerdings Vorsicht geboten, da das Zyperngras bei diesen Tieren als ausgesprochene Delikatesse gilt.

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